Kongo in Zeiten der
Covid-19-Pandemie

Die Demokratische Republik Kongo ist mit einer Fläche von 2.345.409 km² und einer Bevölkerung von 84 Millionen EinwohnerInnen das zweitgrößte Land Afrikas. Die Hauptstadt ist die Provinz Kinshasa – eine Megacity mit 11,5 Millionen Einwohnern.

Laut UNDP-Statistik hat der Kongo eine Arbeitslosenquote von 43 Prozent, einen niedrigen Entwicklungstand und rangiert auf Platz 179 von 189 Ländern und Territorien. Mehr als 70 Prozent der KongolesInnen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag und Person, wobei die Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen enorm sind.

Zusätzlich zu dieser menschlichen Tragödie auf wirtschaftlicher Ebene wurde die Demokratische Republik Kongo durch eine lange Kriegsperiode und daraus resultierender Verarmung der Bevölkerung ausgelaugt.

Auch gesundheitliche Katastrophen haben den Staat im Herzen Afrikas nicht verschont, darunter bis vor kurzem die Epidemie des EBOLA-Virus. Dieser forderte angesichts der prekären Lage in den provisorischen Gesundheitszentren und des Fehlens einer einheitlichen Bekämpfungsstrategie unzählige Opfer.

Heute muss sich der Kongo, getroffen von der hier beschriebenen Realität, der weltweit grassierenden Covid-19-Pandemie stellen. Der Virus hat Mitte März 2020 die Hauptstadt Kinshasa erreicht.

In diesem Kontext erfordert die Lage der schwächsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen besondere Aufmerksamkeit – insbesondere die der ländlichen und stadtnahen Gemeinden: Jugendliche, Frauen, ältere Menschen, Waisenhäuser und Straßenkinder. Bisher scheinen jedoch noch keine konkreten Maßnahmen zu ihrer Hilfe getroffen worden zu sein.

Im Zuge der Eindämmung des Virus verzeichnen Produkte wie zum Beispiel hydroalkoholisches Gel (Desinfektionsmittel) einen Preisanstieg von mehr als 400 Prozent. Dies macht sie für weite Teile der Bevölkerung zu einem unzugänglichen Luxusgut.

Darüber hinaus ist in den dichtbesiedelten Vierteln von Kinshasa das Tragen von Schutzmasken seit dem 20. April 2020 Pflicht. Die Menschen dort wissen jedoch kaum, wie sie die Masken bekommen können. Die überwiegende Mehrheit der Gesundheitseinrichtungen und des medizinischen Personals verfügen ebenfalls nicht über Schutzmasken.

Zwangsmaßnahmen verschärfen die Ernährungs- und die finanzielle Unsicherheit bestimmter Bevölkerungsgruppen infolge der Ausgangssperre. Betroffen sind vor allem Studenten, die in Heimen untergebracht sind, Bewohner von Waisenhäusern und Altenheimen, Landwirte, Menschen mit Behinderungen, arbeitslose Jugendliche.

Zusammen

helfen wir  dem kongolesischen Volk

im Kampf gegen

Covid-19

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